Statement

PAPIER, STOFF, FADEN, FARBE und RESTE
SCHICHT UM SCHICHT UM SCHICHT UM SCHICHT

Earth Layers (2005)Stück für Stück, aneinandergereiht im Patchworksinn.

Schichten, Textur, Oberfläche: Grundlagen meiner Arbeit mit Stoff und Papier. Aktuelle gesellschaftliche Themen oder visuelle Eindrücke dienen der Inspiration: der rote Faden der kommenden Arbeit.

Der erste Eindruck erscheint einfach, beim Verweilen und genauerem Sehen erscheint Vieles komplexer, vielschichtig.

Schicht für Schicht wird gearbeitet, eine Struktur ergibt sich. Weisser Stoff, zu bemalende Fläche oder alte (schon gefärbte) Stücke, Reste irgendeiner Art, das ist der Beginn. Daraus entwickle ich. Erst färben, bemalen, fotografieren, drucken, auf allen Ebenen experimentieren, ein Patchwork das im fertigen Stück komplexe Einheit bringt, totz vieler Einzelelemente. Unerwartetes ergibt sich durch neue Kombinationen. Muster und Strukturen finden sich trotz Vielfalt.

Manchmal ruhen die Werke monatelang, ohne dass ich sie als „fertig“ betrachte. Der Prozess geht weiter, wenn es soweit ist. Das Werk verändert sich, Zeit als Rahmenbedingung. Der Zufall darf sein, experimentelles Arbeiten sprengt die traditionellen Grenzen, kleine Malheurs bringen Tiefe, Realität und neue Aspekte.

Manche Themen brauchen eine geeignete Technik. Die Arbeit mit Stoffen und deren Oberflächen ermöglicht eine zusätzliche „Schicht“ in der Textur, das Quilten mit der Nadel dient dieser Textur und ist ein zeichnerischer Akt. Malerei mit Nadel und Faden. Die Möglichkeiten des Textilen ausschöpfen und ihre Grenzen erweitern.

Earth Layers (2005)

Irgendwann sind die Werke soweit. Werden gezeigt. Manche verändern sich weiter, die Farbe arbeitet oder Fäden zeigen sich, Fotos werden alt, dokumentieren einen Zeitabschnitt, der nicht mehr existiert.

 

 

 

Earth Layers (2005) Museum für angewandte Kunst, Gera, März-Mai 2007